Was die Wissenschaft über Yoga sagt

Was die Wissenschaft über Yoga sagt

Die Nähe von Yoga zu spirituellen Praktiken ist für manche Menschen ein Argument « für », denn es ist ein Plus, wenn das Training nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele ist. Und für andere ist es ein Argument « dagegen »: Sie rechnen eher damit, dass Yoga bei der körperlichen Entwicklung hilft, sind sich aber der Wirkung nicht sicher.

Skeptiker haben Wissenschaftler dazu gedrängt, wissenschaftlich zu untersuchen, wie Yoga-Praktiken auf den Körper wirken können – sowohl körperlich als auch geistig. Letztendlich haben die meisten Studien gezeigt, dass jeder für sich selbst von diesen Praktiken profitieren kann – unabhängig davon, ob man die spirituelle Komponente des Yoga braucht oder nicht.

Entwicklung von Stärke

Es wird allgemein angenommen, dass Yoga am besten geeignet ist, die Flexibilität des Körpers zu verbessern. Aber es hat auch die Kraft, den Körper zu stärken. Dies wurde von Forschern in Indien an fast 80 Personen nachgewiesen, die 24 Wochen lang sechsmal pro Woche den Sonnengruß (Surya Namaskar) praktizierten. Jede Sitzung umfasste 24 Zyklen des Sonnengrußes. Infolgedessen verringerte sich der Anteil des Körperfetts bei den Frauen deutlich; nicht nur bei den Frauen, sondern auch bei den Männern nahm die Muskelkraft zu. Sie konnten beim Krafttraining mit schwereren Gewichten arbeiten, wenn sie Pressen und Kniebeugen machten.

Anti-Stress

Sie müssen nicht jeden Morgen Yoga machen, um sich weniger gestresst zu fühlen (obwohl auch dies ein wirksames Mittel zur Stressbekämpfung ist). Forscher haben herausgefunden, dass schon eine Yogasitzung pro Woche ausreicht, um die Ergebnisse zu spüren. Die Teilnehmer der australischen Studie, 130 Personen, deren Alltagsstress als mäßig eingestuft wurde, widmeten sich mehr als 10 Wochen lang eine Stunde pro Woche dieser Übung. Vor und nach dem Experiment unterzogen sie sich einer detaillierten Befragung, aus der hervorging, dass sie während dieser Zeit weniger Stress und Ängste empfanden. Und Yoga erwies sich als wirksamer als Entspannungssitzungen, was die psychische Gesundheit und ihren stabilen Zustand betrifft.

In einer anderen Studie wurde der Anti-Stress-Effekt auf hormoneller Ebene festgestellt. Die Teilnehmer eines Experiments, die drei Monate lang an einem Iyengar-Yoga-Intensivkurs teilnehmen sollten, um Stress zu bekämpfen, wiesen am Ende deutlich niedrigere Werte des Stresshormons Cortisol auf als vor Beginn des Kurses.

Entzündliche Prozesse

Indische Wissenschaftler sind noch einen Schritt weiter gegangen und haben bestätigt, dass regelmäßige Yogapraxis zu einem gesünderen Körper führen kann, indem sie die Aktivität von Entzündungsprozessen reduziert. Diese wiederum können ein Faktor für die Entstehung einer Reihe von Krankheiten sein, darunter Diabetes und Krebs.

An der Studie nahmen 218 Personen teil, von denen einige täglich eine Stunde Yoga praktizierten und mindestens fünf Jahre Erfahrung mit dieser Praxis hatten. Die andere Gruppe, eine Kontrollgruppe, bestand aus Personen, die kein Yoga praktizierten. Die Teilnehmer des Experiments wurden durch anstrengende Übungen belastet. Vor und nach dem Training wurden Bluttests durchgeführt, um die Werte von Entzündungsmarkern im Körper zu vergleichen. Menschen, die lange Zeit Yoga praktiziert hatten, zeigten eine geringere Entzündungsreaktion auf Stress.

Den Schmerz loswerden

Schmerzen können durch eine Vielzahl von Zuständen und Krankheiten verursacht werden, und Yoga ist nachweislich eines der Mittel, die in einigen Fällen zur Schmerzlinderung beitragen können. Wissenschaftler führten ein Experiment mit 42 Personen im Alter von 24 bis 77 Jahren durch, um herauszufinden, wie Yoga Menschen mit Tunnelsyndrom (Schmerzen in den Händen und Handgelenken aufgrund von eingeklemmten Nerven zwischen den Muskeln) helfen kann. Nach acht Wochen, in denen die Praxis zweimal pro Woche praktiziert wurde, hatte sich die Schwere der Schmerzempfindungen fast halbiert. Eine ähnliche Studie wurde in den USA von Wissenschaftlern durchgeführt, die Menschen mit Arthrose zur Teilnahme einluden. Nach zwei Monaten wöchentlicher 90-minütiger Übung spürten sie deutlich weniger Schmerzen in ihren Knien.

Schlafqualität

Im Jahr 2005 beschlossen Wissenschaftler in Indien, die Wirksamkeit verschiedener Methoden zur Verbesserung der Schlafqualität zu vergleichen und dabei auch Yoga-Kurse einzubeziehen. Bei den Teilnehmern ihres Experiments, an denen diese Methoden getestet wurden, handelte es sich um 69 Personen der älteren Altersgruppe. Einigen wurden Ayurveda-Kräuterheilmittel angeboten, anderen wurden Yogaübungen angeboten. Diejenigen, die Yoga machten, hatten schließlich eine besonders ausgeprägte Verbesserung der Schlafqualität: Ihre Einschlafzeit verkürzte sich auf durchschnittlich 10 Minuten, und ihre Gesamtschlafdauer erhöhte sich um durchschnittlich 60 Minuten. Gleichzeitig ergab eine Umfrage unter den Teilnehmern, dass sie sich nach dem Aufwachen ausgeruhter fühlten als vor dem Experiment. Das mag daran liegen, dass eine regelmäßige Yogapraxis zum Teil die Produktion des Schlafhormons Melatonin erhöhen kann. Dies wurde in einer anderen Studie von indischen Wissenschaftlern bestätigt, die die Ergebnisse der Teilnehmer nach dreimonatiger Praxis auswerteten.

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